Burg Katzenstein
Burg Katzenstein 1 - 3
Burgverwaltung Familie Walter
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Willkommen auf Burg Katzenstein
Geschichte der Burgkatzenstein

Auf hohem Fels überragt eindrucksvoll die Burg Katzenstein, am Tal des Katzenbachs, ein kleiner Nebenlauf der Egau.

Seit 1967 sind an der Burg umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt worden, wodurch eine der wertvollsten Burganlagen Süddeutschlands aus romanischer Zeit" ihrem Rang entsprechend wiederhergestellt werden konnte.

Die Landschaft um Katzenstein zeigt herben Charakter. Steinige Äcker und felsgespickte Ödlandhügel geben ihr das Gepräge. Die Burg ist fest in dieser Landschaft verwurzelt. Ringmauer, Palas und Bergfried erheben sich mächtig auf einem Felsen. Vor allem der Bergfried scheint mit seinen gewaltigen Buckelquadern mit dem Fels verwachsen zu sein.

Am Anfang stand hier ein reiner Zweckbau zum Schutz eines rauen, kampfgewohnten Geschlechts. Auf dem höchsten Punkt steht als Kern der Bergfried, der "Katzenturm". Der ursprüngliche Eingang liegt sieben Meter über dem Boden. Dieser Turm enthält einen offenen Steinkamin aus romanischer Zeit, in dessen Mantel als heraldische Zeichen Katze und Lilie eingemeißelt sind.

Die Burg Katzenstein zeigt überwiegend und ausgeprägt noch romanische Stilformen. Sie ist gleichzeitig ein Musterbeispiel für eine Wehranlage mit mehreren Innenhöfen, Wehrgängen und Basteien.
Der aus dem 12. Jahrhundert stammende Palas konnte im Zuge der Instandsetzung der Burg wieder neu erstehen; sein unterstes Geschoß wird von zwei mächtigen Tonnengewölben überspannt und enthält den 23 Meter tief in den Fels gehauenen Burgbrunnen.

Die romanische Burgkapelle, die dem Heiligen Laurentius geweihte Kapelle gab den Restauratoren eine bis zu drei Schichten umfassende Ausmalung frei, die unter einer dicken Tünche verborgen gewesen war. Unter einer barocken Schicht kamen spätgotische Wandbilder von außerordentlicher Qualität zutage. Trotzdem aber wurden unter Aussparung einiger Belegstücke diese Bildwerke zugunsten der darunter noch hervorragend konservierten ursprünglichen Ausmalung entfernt.

Diese Fresken zeigen einen Bildzyklus aus der Zeit um 1250 bis 1280, der Zeit des Übergangs von der Spätromanik zur frühen Gotik. In der Apsis erkennen wir die Szene des jüngsten Gerichts mit dem in der spitzovalen Mandorla thronenden Christus, der von Maria und Johannes dem Täufer sowie von Engeln mit den Leidenswerkzeugen flankiert wird.
Zusammen mit den übrigen Malwerken, die fast alle Wände der Kapelle ausfüllen, konnte hier ein Kunstwerk von überregionalem Rang wieder gewonnen werden.

Im Jahre 1099 werden die Herren von Cazzenstein erstmals genannt. Sie waren Lehensleute der Grafen von Dillingen. 1262 wurden die Herren von Hürnheim Besitzer der Burg, denen 1354 die Grafen von Oettingen folgten. Danach sind verschiedene Geschlechter mit der Burg belehnt worden, u.a. die Herren von Westerstetten, die im Jahr 1546, im Schmalkaldischen Krieg, den Landgrafen von Hessen in die Flucht schlugen. 1648, im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, erschienen die vereinten Franzosen und Schweden vor der Burg und beschossen sie zwei Tage lang mit schwerem Geschütz. Bald brannten die Dächer, und der Vogt sah sich zur Übergabe gezwungen. Bis 1834 unterhielt das Fürstliche Haus Oettingen noch ein Forstamt in der Burg. Dann waren die Gebäude bis 1939 unbewohnt. Heute ist die Burg in Privatbesitz.


Ab 1. April 2006 ist Burg Katzenstein wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Nach der Sage sollen in Katzenstein zwölf mit Gold und Edelsteinen gefüllte Truhen vergraben sein, die aber der Burggeist Baldrian so gut bewacht, dass der Schatz wohl auf ewige Zeiten verborgen bleiben wird.

Täglich außer Montag von 10.00 - 18.00 Uhr
Geführte Führung um 11.00, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr und 16.00 Uhr
Gruppen auf Voranmeldung jederzeit möglich (Nachtführung)

Burg Katzenstein


Historie


Katzenturm