Burg Katzenstein
Burg Katzenstein 1 - 3
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Burg Katzenstein neue GeoPark-Infostelle

KATZENSTEIN. „Der Landkreis Heidenheim hat die Nase vorn“, sagte gestern Landrat Hermann Mader bei der Eröffnung der 12. GeoPark-Infostelle des Unesco-GeoParks Schwäbische Alb auf Burg Katzenstein.
Wie der Landrat weiter ausführte, existieren vier der zwölf Informationsstellen im Landkreis Heidenheim. Betrieben werden die vier Plattformen für den Tourismus in Gerstetten, in Steinheim am Albuch, in Hürben bei der Charlottenhöhle und seit gestern auf Burg Katzenstein im Aufgang zur Besichtigungstour durch die Burg.

Das Hinweiszeichen auf den GeoPark, das Label mit dem Gehäuse eines Ammoniten, habe sich die Schwäbische Alb verdient und eine Prüfung durch Fachleute aus dem Ausland überstanden, betonte Landrat Mader. Jetzt gelte es, auf die Finanzierung zu achten, denn das Land ziehe sich als Geldgeber zurück. Die Frage der Organisationsform für den GeoPark werde demnächst geklärt, gab Landrat Mader bekannt. Die Burg Katzenstein nannte er einen Leuchtturm des Tourismus im Landkreis Heidenheim.

Dischingens stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Pappe hob in seiner Ansprache hervor, auf der Schwäbischen Alb finde der Tourist eine einmalige Landschaft mit besonderen geologischen Fundstellen sowie kulturgeschichtlichen Bauwerken. Um diese Werte für jedermann verständlich und auch zugänglich zu machen, seien bereits elf GeoPark-Infostellen eröffnet worden. Dem Ehepaar Michael und Roswitha Walter sei es zu verdanken, dass auf der Burg Katzenstein die 12. Stelle eröffnet werden konnte. Durch das Ehepaar Walter sei die staufische Burg zu neuem Leben erweckt worden und als kulturgeschichtliches Bauwerk und Vorzeigeobjekt wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Damit werde im östlichsten Teil der Schwäbischen Alb die Möglichkeit geschaffen, die Faszination des Landes für jedermann erlebbar zu machen.

Der Landtagsabgeordnete Bernd Hitzler erinnerte daran, dass die Zeiten der Schreckensmeldungen über die Burg und ihre Bewohner vorbei sei. Die Familie Walter steigere ständig die Attraktivität der Burg. Der Abgeordnete dankte besonders Landrat Hermann Mader für dessen ständiges Bemühen zur Förderung des Tourismus.

Günter Höschtle vom Landratsamt Ostalbkreis betonte, in der Burg Katzenstein verbänden sich Geologie und die Kulturgeschichte.

Gemäß der Definition durch die Unesco enthält ein GeoPark ein geologisches, kulturhistorisches, archäologisches und ökologisches Erbe, dessen Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit kennzeichnend ist für eine Landschaft. Diese Besonderheiten sollen touristischen bzw. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit der Anerkennung als Nationaler GeoPark, der Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Unesco wird das Profil der Schwäbischen Alb in diesem Sinne als natürlicher Erlebnis- bzw. Wirtschaftsraum besonders herausgehoben.

Die Schwäbische Alb gilt als Beispiel dafür, wie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Planet Erde hergestellt werden kann. Die natürliche Steuerung dieser unverwechselbaren Region soll damit auch in Zukunft geologische, kulturelle und wirtschaftliche Elemente zu einer nachhaltigen Entwicklung bündeln.

Kurt R. Engler

Die GeoPark-Infostellen

In den GeoPark-Infostellen erhalten Sie Informationen über die Angebote des GeoParks, die Geologie der Alb aber auch zu Vegetation und Tierwelt der Alb sowie den Steinzeitmenschen oder zum Meteoriteneinschlag auf der Alb. Jede GeoPark-Infostelle hat dabei ihren eigenen Schwerpunkt.

Albstadt GeoPark-Infostelle im Museum im Kräuterkasten
Bad Boll/Göppingen GeoPark-Infostelle im Kurhaus
Blaubeuren GeoPark-Infostelle im Urgeschichtlichen Museum 
Dischingen Geopark-Infostelle auf der Burg Katzenstein
Dotternhausen GeoPark-Infostelle im Werkforum der Firma Holcim
Gerstetten GeoPark-Infostelle im Riffmuseum
Giengen/Hürben GeoPark-Infostelle im HöhlenHaus
Laichingen GeoPark-Infostelle an der Tiefenhöhle
Münsingen GeoPark-Infostelle im Zentrum für Natur, Umwelt und Tourismus im Bahnhof
Rammingen Höhle des Löwenmenschen
Steinheim am Albuch GeoPark-Infostelle im Meteorkratermuseum
Trochtelfingen GeoPark-Infostelle im Kundenzentrum der Firma ALB-GOLD

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